Kita St. Katharinen erarbeitet exzellentes Projekt

Leiterin Ingrid Brabender:
„Die Tagungsthemen der Unfallkasse sind 1:1 in die Praxis umzusetzen“

Sie fallen als Gruppe in ihren leuchtend gelben Warnwesten im Straßenverkehr sofort ins Auge: Die Kinder und Erziehungskräfte der Kindertageseinrichtung (Kita) in St. Katharinen. „Egal ob wir montags den kurzen Weg zur Turnhalle gehen oder ob wir länger unterwegs sind. Wir alle ziehen, sobald wir den Kita-Bereich verlassen, unsere Warnwesten an. Für unsere Mädchen und Jungen ist das selbstverständlich“, berichtet Ingrid Brabender stolz. „Sie stellen sich in einer Reihe auf, erhalten ihre Weste und lernen so nebenbei noch: Ohne Drängeln geht es schneller. Diese Regel sollen sie ja auch beim Busfahren beachten“, so die Leiterin der Kita St. Katharinen weiter. Zusammen mit ihrem Team hat sie ein Warnwesten-Konzept auf die Beine gestellt, das Verkehrssicherheit beinhaltet und dabei durch seine unterschiedlichen Lernansätze besticht.

„Frau Brabender ist es gelungen, das Projekt erfolgreich umzusetzen und mit einem hervorragend erarbeiteten Konzept die von uns geforderte Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Auch den Fragebogen zum Evaluieren hat sie schon ausgefüllt“, lobt Heike Stanowski, die für die Warnwesten-Aktion Ansprechpartnerin bei der Unfallkasse ist. Die Inhaltsvielfalt des Projekts aus St. Katharinen bezieht die Eltern mit ins Team ein und fördert u. a. die Sprache, Wahrnehmung, Bewegung, künstlerische Ausdrucksform und die Gemeinschaftsgestaltung der Mädchen und Jungen. Heike Stanowski ist begeistert: „Das Konzept bietet eine Vielfalt von Spielen, Theatervorführungen, Kinderkonferenzen, Bilderbüchern, Blackboxen und vieles mehr.“

Grundlage für das Konzept aus St. Katharinen war u. a. die Fachtagung zum Warnwestenprojekt der Unfallkasse. „Wir konnten das lehrreiche und praxisbezogene Programm aus der Veranstaltung 1:1 in unserer Einrichtung umsetzen, die Westen in den Arbeitsalltag einbauen und mit anderen Bildungsprogrammen verzahnen“, informierte die Kita-Leiterin. Sie nahm bereits zu Beginn des Projekts die Eltern mit ins Boot und baute durch persönliche Gespräche vor Ort bzw. telefonisch einen vertrauensvollen Kontakt auf und fühlt sich auch heute noch gut von ihnen unterstützt. In einem Brief sensibilisierte Ingrid Brabender die Eltern und machte mit Kinderworten die Problematik der kleinen Verkehrsteilnehmer deutlich: „Ich kenne den Unterschied zwischen Sehen und Gesehen werden noch nicht so gut. Ich glaube, wenn ich ein Auto mit seinen ‚großen Augen‘ sehe, dann würde umgekehrt das ‚Auto‘ mich genauso gut erkennen“.

Konzeptnachahmer sind von der Kita St. Katharinen erwünscht und erlaubt. Das Konzept aus St. Katharinen finden Sie hier.


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