Lärmampel-Projekt überzeugte

Kindergarten Wellen ausgezeichnet

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz zeichnet Kindertagesstätten für ein besonders gelungenes Lärmampel-Projekt aus. In diesem Jahr ging der Preis nach Wellen/Mosel, einem beschaulichen Ort in der Verbandsgemeinde Konz.
Dort initiierte Erzieherin Klara Schuffenhauer mit Unterstützung der Kindergartenleiterin Susanne Hansen das Projekt „Laut und Leise“. „Auch uns Erwachsenen hat das Projekt viel gebracht, denn wenn ein entspannteres Arbeiten in einer bewusst gesteuerten Lärmkulisse möglich ist, wirkt sich das auch auf das Verhalten der Kinder aus“, erklärte Susanne Hansen bei der Preisverleihung. „Ich fand es interessant, wie die Kinder beim Testen ihrer selbstgebastelten Musikinstrumente reagierten. Sie waren ganz ruhig und beobachteten gespannt die Lärmampel“, ergänzte Simone Stern vom Elternbeirat. „Es war witzig, was die Kinder von daheim mitgebracht haben, um Lärm darzustellen“, erzählte lachend Klara Schuffenhauer. „Den Kindern konnten wir in Zusammenarbeit mit den Eltern durch verschiedene Projekt-Bausteine ‚Lärm‘ bewusst machen“, so die Erzieherin weiter. „Ich fand die Idee ganz toll. Und dass der Erfolg des Projekts mit einer eigenen Lärmampel gewürdigt wird zeigt: Fleiß wird in unserer Gesellschaft gewürdigt“, sagte Bürgermeister Hans Doster, der sehr stolz auf seine Kita-Truppe und über das intakte bürgerschaftliche Engagement in seiner Gemeinde ist.

Projektgedanken des Kindergartens Wellen
In einer Zeit, in der bereits kleine Kinder einer Vielzahl von Eindrücken und Wahrnehmungen ausgesetzt ist, war es der Projektleitung in Wellen wichtig, die Kinder sensibel zu machen für das, was ihnen guttut oder nicht.  Sie sollten erkennen, dass sie auch selbst für ihren Körper und ihr Befinden Sorge tragen können und ihr Verhalten dementsprechend lenken.
Beschwerden über die Lautstärke in der Gruppe waren Anlass, mit den Kindern gemeinsam das Thema zu bearbeiten. Man suchte zusammen nach Lösungen für das Problem.
Gezielte Angebote und Experimente, der Umgang mit Musikinstrumenten und Geräuscherzeugern sowie die Raumgestaltung die Kinder sensibler für ihr eigenes Empfinden.
Sechs Wochen unterstützte eine Lärmampel das Projekt, sodass der Geräuschpegel auch visuell zu erkennen war. Die Kinder erlebten, welche Auswirkungen ihr eigenes Verhalten auf ihre Umgebung hat. So konnten sie eigenständig für eine angenehme Lautstärke in der Gruppe sorgen. Sie achteten mehr und mehr auf ihre Empfindungen, lernten zwischen angenehmen und unangenehmen Geräuschen zu unterscheiden. Sie hörten genauer hin und veränderten ihr eigenes Verhalten. Die Atmosphäre in der Gruppe wurde angenehmer, man achtete mehr aufeinander und ging rücksichtsvoller miteinander um.
Gemeinsam mit den Kindern beschloss man, das Projekt beim Wettbewerb der Unfallkasse Rheinland-Pfalz vorzustellen.


Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Körperschaft des öffentlichen Rechts

Orensteinstr. 10, 56626 Andernach
Geschäftsführerin: Frau Beate Eggert

Tel.: 02632 960-0
Fax: 02632 960-100
Schnelleinstieg:
Suche: