Bauhöfe

Foto: PhotoVision Eckhard.Schwabe

Informationen und Regelungen

Die Anforderungen moderner Gemeinden verlangen den flexiblen Einsatz aller Bauhofmitarbeiterinnen und Bauhofmitarbeiter. Das Arbeitsgebiet auf dem Bauhof ist sehr vielseitig und erstreckt sich über die Tätigkeitsfelder zahlreicher Handwerksberufe.
In ihrer täglichen Arbeit sind die Beschäftigten physischen und psychischen Gefahren bzw. Belastungen ausgesetzt.

  • Lastenhandhabung
  • Umgang mit Schneidwerkzeugen
  • Arbeiten im Verkehrsbereich, Winterdiensteinsatz
  • Alleinarbeit in Bauhöfen kleiner Gemeinden

Zur Festlegung der erforderlichen Sicherheits- und Gesundheits-Maßnahmen sind die staatlichen Regelungen, das Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu beachten.

Diese und weitere Regelungen finden Sie auf der Suchseite der DGUV:

  • Grundsätze der Prävention (DGUV Vorschrift 1, bisher: GUV-V A1)
  • Fahrzeuge (DGUV Vorschrift 71, bisher: GUV-V D 29)
  • Gärtnerische Arbeiten (DGUV Regel 114-017, bisher: GUV-R 2109)
  • Gärtnerische Arbeiten (DGUV Information 214-057, bisher: BGI/GUV-I 8610)
  • Ausbildung für Arbeiten mit der Motorsäge und die Durchführung von Bauarbeiten (DGUV Information 214-059, bisher: GUV-I 8624)

Diese und weitere Regelungen finden Sie auf der Seite der BAuA:

  • Prüfung von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftiger Anlagen (TRBS 1201)
  • Befähigte Personen (TRBS 1203)
  • Mechanische Gefährdungen - Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen durch mobile Arbeitsmittel (TRBS 2111 Teil 4)
  • Gefährdungen von Personen durch Absturz - Allgemeine Anforderungen (TRBS 2121)

Auswahl der Persönlichen Schutzausrüstung

In vielen Bau- und Betriebshöfen, im Straßenunterhaltungsdienst, aber auch in den Arbeitsbereichen der Hausmeisterinnen und Hausmeister ist das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) noch nicht selbstverständlich. Das belegen Untersuchungen von Arbeitsunfällen. Bei bestimmten Tätigkeiten, z. B. bei Arbeiten mit der Motorsäge, dem Freischneider oder bei Bauarbeiten, darf auf die erforderliche PSA nicht verzichtet werden.

Foto: PhotoVision
Eckhard.Schwabe

Eine Übersicht über die Auswahl, Bereitstellung und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung gibt die Fachinformation "Persönliche Schutzausrüstung". In dieser  werden darüber hinaus die gebräuchlichsten Schutzausrüstungsgestände sowie die Abgrenzung zwischen Arbeitskleidung, Berufskleidung und Schutzkleidung aufgezeigt. Weiter werden anhand einer Tabelle Beispiele von Schutzkleidungsgegenständen, bezogen auf die Tätigkeit und eingesetzten Maschinen, gegeben.

Zu beachten ist, dass zwischenzeitlich in den §§ 29, 30 und 31 der UVV "Grundsätze der Prävention" (GUV-VA1) generell die Forderung erhoben wird, dass der Unternehmer die PSA zur Verfügung stellen muss und die Versicherten diese tragen müssen."

Hier finden Sie eine Übersicht über die Auswahl, Bereitstellung und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Auswahl, Bereitstellung und das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung.

Format: PDF . Größe: 150 kB

Zur Festlegung der erforderlichen Sicherheits- und Gesundheits-Maßnahmen sind die staatlichen Regelungen, das Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu beachten.

Diese und weitere Regelungen finden Sie auf der Suchseite der DGUV:

  • Grundsätze der Prävention (DGUV Vorschrift 1, bisher: GUV-V A1), siehe §§ 29, 30 und 31
  • Benutzung von Schutzkleidung (DGUV Regel 112-989, bisher: GUV-R 189)
  • Benutzung von Fuß- und Knieschutz (DGUV Regel 112-991, bisher: GUV-R 191)
  • Benutzung von Gehörschutz (DGUV Regel 112-194, bisher: GUV-R-194)
  • Benutzung von Schutzhandschuhen (DGUV Regel 112-995, bisher: GUV-R-195)
  • Gehörschutz (DGUV Information 212-024, bisher: GUV-I 5024)
  • Gehörschutz (DGUV Information 212-621, bisher: GUV-I 8621)
  • Warnkleidung (DGUV Information 212-016, bisher: GUV-I 8591)

Arbeiten auf Leitern und Tritten

In vielen Bereichen kommunaler Einrichtungen, z. B. in Bauhöfen, im Straßenunterhaltungsdienst, in Kläranlagen, in Bädern, bei den Feuerwehren und in den Verwaltungen werden Leitern und Tritte eingesetzt: Hier wird ein relativ hoher Anteil des Unfallgeschehens registriert. Eine Prüfliste für "Leitern und Tritte" zeigt die Einsatzvoraussetzung für Leitern und Tritte sowie die Abgrenzung zu Arbeitshilfsgerüsten und klassischen Gerüsten auf. Welche Arbeiten sind von Leitern und Tritten möglich? Wann muss ein Arbeitsgerüst gestellt werden?

Foto: DGUV/
Kaj Kandler

Voraussetzung für die Verwendung von Anlegeleitern

Danach werden die Voraussetzungen für die Verwendung von Anlegeleitern als Arbeitsplatz bestimmt.Entsprechend der Unfallverhütungsvorschrift ist es für Bauarbeiten wesentlich, dass Anlegeleitern

  • mit einer Höhe von mehr als 7,00 m über der Aufstellfläche oder
  • Arbeiten von einem Standplatz mit einer Höhe von mehr als 2,00 m und
  • von der Leiter aus durchzuführende Arbeiten, die mehr als 2 Stunden umfassen,

nicht mehr als Arbeitsplatz verwendet werden dürfen. Es können sich abhängig von den Arbeitsplatzbedingungen auch höhere Sicherheitsanforderungen hinsichtlich der Höhenfestlegungen bei der Aufstellung von Leitern ergeben.

Je nach Benutzungshäufigkeit der Leiter kann diese bereits bei einer Höhe < 7,00 m nicht mehr als Zugang zu hochgelegenen Arbeitsplätzen verwendet werden. Nach den „Technischen Regeln für Betriebssicherheitsverordnung (TRBS 2121, Teil 1 und 2)- Gefährdungen durch Absturz-Bereitstellung und Benutzung“ ist die Benutzung einer Leiter als Zugang zu hochgelegenen Arbeitsplätzen, an denen nur selten Arbeiten ausgeführt werden müssen, bis zu einem zu überwindenden Höhenunterschied von 5,00 m zulässig. Wird die Leiter als Zugang zum Erreichen von Arbeitsplätzen sehr selten benutzt, darf der zu überbrückende Höhenunterschied auch mehr als 5,00 m betragen.

Die Voraussetzungen für eine sichere Aufstellung sind durch den Unternehmer im Rahmen der Arbeitsplatzbeurteilungen (Gefährdungsbeurteilungen) zu prüfen und festzulegen. Ausgehend von den ermittelten Gefährdungen können als Erkenntnisquelle für Aufstellungsmöglichkeiten die Informationen der Hersteller, Erkenntnisse der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung, Normen, die betrieblichen Erfahrungen und sonstige Informationen zum Stand der Technik dienen. Je nach Arbeitsplatzbedingungen kann das Aufstellen eines Gerüstes erforderlich werden.

Die Fachinformation enthält weitere Information zum Einsatz von Leitern und Tritten

Die Fachinformation enthält weitere Information zum Einsatz von Leitern und Tritten

Format: PDF . Größe: 278 kB

Zur Festlegung der erforderlichen Sicherheits- und Gesundheits-Maßnahmen sind die staatlichen Regelungen, das Regelwerk der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) sowie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu beachten. Diese und weitere Regelungen finden Sie auf der Suchseite der DGUV

  • Bauarbeiten (DGUV Vorschrift 39, bisher: GUV-V C22)
  • Handlungsanleitung für den Umgang mit Leitern und Tritten (DGUV Information 208-016, bisher: GUV-I 694)

Diese und weitere Regelungen finden Sie auf der Suchseite der BAuA:

  • Gefährdungen von Personen durch Absturz - Allgemeine Anforderungen (TRBS 2121)
  • Bereitstellen und Benutzung von Leitern (TRBS 2121. Teil 2)
  • Benutzung von Gerüsten (TRBS 3121, Teil 1)

Kontakt

Unfallkasse Rheinland-Pfalz
Orensteinstr. 10
56626 Andernach
Telefon: 02632 960-0