Stress

Stress wird definiert als ein Gefühl, die Anforderungen mit den verfügbaren Mitteln nicht bewältigen zu können. Die Folgen reichen von Müdigkeit und Konzentrationsschwäche über Nervosität und Unruhe bis zu körperlichen Symptomen. Aber auch Unterforderung kann unzufrieden machen und Beschwerden auslösen.

"Die gefühlte Belastung ist abhängig von der jeweiligen Qualifizierung und Erfahrung, von der Motivation und den Fähigkeiten, mit Stress umzugehen", sagt Dr. Rolf Manz, Experte für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). "Im besten Fall motiviert uns eine solche Situation und wir erweitern unsere fachliche Kompetenz. Im schlechtesten Fall aber wird der Stress zu groß und beeinträchtigt unsere Gesundheit und das Wohlbefinden."

Sollten Probleme auftreten, ist ein offener Dialog mit den Vorgesetzten angeraten - wenn nötig auch mit dem Personal- oder Betriebsrat. Nur dann, wenn Probleme angesprochen werden, können diese auch behoben werden. Auszubildende können auch einen Lehrer an ihrer Berufsschule ansprechen, der dann zwischen ihnen und dem Betrieb vermittelt.

Nach bestandenem Abitur gibt es häufig Konflikte, weil sich die Entscheidung für einen Studiengang nicht unbedingt nur nach den eigenen Wünschen richtet, sondern abhängig ist von der Abi-Note, von der Zahl der Studienplätze und den finanziellen Mitteln. Diskussionen im Familienkreis, hochangesetzte Erwartungen der Eltern und auch der Betroffenen selbst bringen die jungen Menschen nicht selten in belastende Stresssituationen. Gespräche im Freundeskreis, mit Verwandten oder bei Beratungsstellen helfen, klarer in die Zukunft zu schauen. Ein freiwilliges Jahr oder ein Praktikum, beispielsweise im Ausland, können hier den nötigen Abstand schaffen und eventuell Alternativen zum Wunschstudium öffnen.

Mobbing
Von Mobbing spricht man, wenn jemand regelmäßig und fortwährend schikaniert, belästigt, beleidigt oder ausgegrenzt wird, oft mit dem Ziel, diese Person beispielsweise aus einem Arbeitsverhältnis zu drängen. Die Opfer erleben diese Form der Aggression als starke psychische Belastung. Sie reagieren mit Angst, Schlaflosigkeit, Nervosität und häufig mit nachlassender Motivation. Wenn Auszubildende von Kollegen gemobbt werden, sollten sie auf jeden Fall das Gespräch mit einem Vorgesetzten suchen. Geht die Schikane von ihm aus, sollten sie Hilfe beim Personal- oder Betriebsrat oder einer unabhängigen Beratungsstelle suchen.

Gewalt
Es muss nicht immer gleich die schwere Körperverletzung sein. Gewalt hat viele Gesichter. Auch Mobbing ist eine Spielform. Umfragen haben ergeben, dass aggressives Verhalten bis hin zu Tätlichkeiten im betrieblichen und schulischen Alltag keine Seltenheit ist. Wird jemand Zeuge oder Opfer von Gewalt, sollte er sich so schnell wie möglich Hilfe bei Vorgesetzten, Lehrern, Personalvertretung oder Schlichtungsstellen holen.

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz zeigt regelmäßig in ihren Seminaren Wege auf, um Programme für Schule und Beruf zu entwickeln, die helfen, das richtige Miteinander zu trainieren.

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