Auf einen Blick: Unfallkasse in Zahlen

Die folgenden Auszüge aus dem Geschäftsbericht 2015 vermitteln einen Eindruck über Unfallzahlen, Einnahmen und Ausgaben in 2015.  

Insgesamt sind der Unfallkasse im vergangenen Jahr 86.655 Unfälle gemeldet worden, rund 1.810 weniger als im Jahr zuvor. 15.173 Versicherungsfälle entfallen dabei auf die Allgemeine Unfallversicherung, in der unter anderem die Beschäftigten der Gemeinden und des Landes versichert sind. „Hier ist der Rückgang der Arbeitsunfälle um 7,4 Prozent bei einem moderaten Arbeitnehmerzuwachs im Land und in den Kommunen als ein positives Signal zu werten“, so Manfred Breitbach, Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz.

Bemerkenswert ist die Zunahme der Versicherungsfälle durch Berufskrankheiten, die insgesamt um 23,3 Prozent angestiegen sind. Ein Grund: Seit Januar 2015 können unter anderem Hautkrebs durch natürliche UV-Strahlung – gerade für Gemeindearbeiter, Beschäftigte in der Straßenverwaltung oder beim Forst von Bedeutung – sowie Beschwerden an der Innenseite von Handgelenk und Handwurzel – im Karpaltunnel – als Berufskrankheiten anerkannt werden. Insgesamt stieg die Zahl der gemeldeten Berufskrankheiten von 219 im Jahr 2014 auf 270 im vergangenen Jahr.

71.482 Unfälle mit Kita-Kindern, Schülerinnen und Schülern sowie Studierenden hat die Unfallkasse Rheinland-Pfalz im Jahr 2015 verzeichnet, darunter 5.420 sogenannte Wegeunfälle auf dem Weg zur oder von der Schule. 262 Unfälle ereigneten sich im Durchschnitt pro Schultag an rheinland-pfälzischen Schulen – die meisten an Grundschulen und Realschulen. Hier lag der Anteil an den gemeldeten Fällen fast gleichauf bei 23,3 und 23,2 Prozent. Ein Anteil von 17,1 Prozent der Schulunfälle ist den Gymnasien zuzuordnen.

Auch wenn kleine Kinder spielen, kommt es immer wieder zu Verletzungen. Es verwundert deshalb kaum, dass auch Unfälle in Kitas einen großen Anteil ausmachen – 2015 waren es 18,9 Prozent aller Unfälle in der Schülerunfallversicherung. Mit 12.920 Fällen wurden in den Kitas nur geringfügig weniger Unfälle verzeichnet als im Jahr zuvor, als 13.024 Unfälle gemeldet wurden. Und das, obwohl die Betreuungszeiten ausgedehnt wurden und die Zahl der Kinder im Alter unter drei Jahren angestiegen ist.

Wer einen Arbeits-, Schul-, Kita- oder Wegeunfall hatte bzw. unter einer Berufskrankheit leidet, wird durch die gesetzliche Unfallversicherung  bestmöglich unterstützt.

Der Haushalt der Unfallkasse Rheinland-Pfalz besteht aus Einnahmen und Ausgaben. Zu den Einnahmen gehören die Umlagebeiträge der Mitglieder, Regresseinnahmen sowie Vermögens- und sonstige Erträge.

Die Ausgaben bestehen aus den Leistungen für Versicherte und Hinterbliebene, Präventionsmaßnahmen, Vermögensaufwendungen, Verwaltungs- und Verfahrenskosten.

Der Haushalt 2015 war mit 64.582.086,80 Euro festgestellt. Das Jahr 2015 wurde mit einem Überschuss von 519.822,43 Euro abgeschlossen. Aufgrund rückläufiger Hinterbliebenenleistungen und weniger Rentenabfindungen lagen die Ausgaben unter dem Haushaltsansatz.

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