Covid-19 Informationen

Verdacht, Meldung und Anzeige von Unfällen mit Covid-19

Corona News – Verwaltung & Ehrenamt, Feuerwehren & Hilfeleistende

Für Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige: Hinweise zum Vorgehen beim Verdacht einer Erkrankung an Covid-19, zur Meldung von Corona-Infektionen bei der UK RLP sowie zur Anzeige von Unfällen finden sich hier.

Vorgehen beim Verdacht einer Erkrankung an COVID-19

Eine Vorstellung beim Durchgangsarzt bei einem Verdacht auf eine COVID-19-Erkrankung soll nicht erfolgen. Die Durchgangsärzte sind in der Regel auf eine Testung und Behandlung nicht vorbereitet.
Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde oder entsprechende Krankheitssymptome aufweisen, sollten sich unverzüglich mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, den Hausarzt, die speziell eingerichtete Testambulanzen oder die 116 117 anrufen - und zu Hause bleiben.

 

Meldung von Corona-Infektionen bei der Unfallkasse RLP
Verdacht auf eine Berufskrankheit

Berufsbedingte Kontakte mit SARS-CoV-2 („Coronavirus“) können durch Kontakt mit infizierten Personen in der Arztpraxis, im Krankenhaus oder beim Transport von infizierten Patientinnen und Patienten z. B. im Flugzeug und im Krankenwagen stattfinden. Weiterhin kann ein berufsbedingter Kontakt in Laboratorien erfolgen, in denen Verdachtsproben auf Erreger untersucht werden. In all diesen Fällen kann der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung greifen. Bei Infektionen außerhalb dieses beruflichen Umfeldes kommen Leistungen der Krankenversicherung in Betracht.

Sofern der Verdacht besteht, dass eine Berufskrankheit nach Nr. 3101 der Anlage 1 zur Berufskrankheitenverordnung (BKV) - Infektionskrankheiten, wenn der Versicherte im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium tätig oder durch eine andere Tätigkeit der Infektionsgefahr in ähnlichem Maße besonders ausgesetzt war - vorliegt, ist eine BK-Anzeige zu erstatten. Letzteres gilt grundsätzlich auch für alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Fieberambulanz oder der aktiven Mitwirkung bei der Probenentnahme. Grundlage hierfür bilden eine positive Testung, entsprechende Krankheitsanzeichen sowie die Vermutung eines Infektionsweges über die berufliche/ehrenamtliche Tätigkeit.

Eine ärztliche Behandlung der Lungenerkrankung läuft weiter zu Lasten der Krankenversicherung.

 

Anzeige von Unfällen

Infektionen mit SARS-CoV-2 stellen eine Allgemeingefahr dar. Von einer Allgemeingefahr ist auszugehen, wenn in einem bestimmten Gebiet alle Menschen mehr oder minder gleich bedroht sind. Die WHO hat die Verbreitung des SARS-CoV-2 als Pandemie eingestuft. Daher ist nun von einer weltweiten Allgemeingefahr auszugehen.

Erkrankungen in Folge einer Infektion mit SARS-CoV-2 – COVID-19 – sind grundsätzlich keine Arbeitsunfälle. Ein Arbeitsunfall liegt nicht vor, wenn sich eine Gefahr verwirklicht, von der ein Versicherter zur selben Zeit und mit gleicher Schwere auch außerhalb seiner versicherten Tätigkeit betroffen gewesen wäre.

Eine Unfallanzeige ist daher bei einer COVID-19-Erkrankung nicht zu erstatten.

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