Einfälle gegen Unfälle auf dem Prüfstand

Geschmückt mit kreativen Einfällen gegen Unfälle zeigt sich der Boden der Hummerich-Halle.

Jedes Bild wird von den Juroren genau unter die Lupe genommen.

Jury des Mal- und Zeichenwettbewerbs der Unfallkasse hat getagt

Katzen auf Bäume hinterher zu klettern kann gefährlich sein; ebenso, ein Lagerfeuer unbeaufsichtigt zu lassen. Und bevor man von der Brücke springt, lohnt es sich, das Bungeeseil ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Genau diese Situationen und viele mehr haben Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aus rheinland-pfälzischen Schulen für den Mal- und Zeichenwettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz auf sehr kreative Weise zu Papier gebracht. Jetzt hat sich die Jury in der Hummerich-Halle in Plaidt getroffen, um die Preisträgerinnen und Preisträger auszuwählen.

Das aber unter geänderten Vorzeichen: Wegen der Corona-Pandemie musste zum Bedauern aller erwachsenen Juroren diesmal auf die Beteiligung von Schülerjuroren verzichtet werden. „In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders“, erklärte Jördis Gluch, die den seit 1982 alljährlich stattfindenden Mal- und Zeichenwettbewerb bei der Unfallkasse betreut. In diesem Jahr waren es 2590 Schülerinnen und Schüler aus 90 Schulen, die ihre Einfälle gegen Unfälle kreativ zu Papier gebracht haben. Bei den Teilnahmezahlen machten sich allerdings die Schulschließungen infolge der Corona-Krise bemerkbar: 29 Schulen weniger als 2019 hatten sich beteiligt. Im Vergleich zum Vorjahr hatte die Jury damit 1072 Bilder weniger zu sichten.

Trotzdem gab es für die versammelten Jurorinnen und Juroren – Dr. Klaus Sundermann vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, die Kunstpädagogen Axel Eberhardt vom Max-von-Laue-Gymnasium Koblenz, Karl Ducoffre vom Driedrich-Spee-Gymnasium Trier, Cornelia Plath von der Privaten Schönstätter Marienschule in Vallendar sowie Helmut Sesterhenn und Susanne Schäfer-Gawlitza von der IGS Pellenz in Plaidt – noch eine Menge zu schauen: Der Boden der gesamten Hummerich-Halle, ihrer Bühne und auch von Teilen des Foyers war mit den Kunstwerken der Schülerinnen und Schüler bedeckt.

Darunter waren auch Bilder, die das große Thema unserer Zeit – eben das Coronavirus – zum Inhalt hatten. „Das Thema beschäftigt die Schülerinnen und Schüler natürlich sehr“, betonte Jördis Gluch. Doch trotzdem sollte das Virus bei dem Wettbewerb keine Rolle spielen. Schließlich heißt das Motto „Einfälle gegen Unfälle“ – und ein Virus sei eben eine Erkrankung und kein Unfall. An Themen mangelte es dennoch nicht. Einfallsreichtum ist eben gewiss, wenn Kinder auf originelle Weise Wege zu mehr Sicherheit und Gesundheit aufzeigen.

Das Gros der Kunstwerke machte deutlich: Die Schülerinnen und Schüler sind sich der Risiken und Gefahren, denen sie alltäglich im Straßenverkehr, in der Schule, zu Hause oder beim Spielen ausgesetzt sind, sehr bewusst. Sie wissen, wie gefährlich das Handy oder Alkohol am Steuer sind oder welche Gefahren drohen, wenn sie bei roter Ampel über die Straße laufen. Viele der Bilder zeigen auch, wie man es besser machen sollte.

„Die starken Bilder sprechen von sich aus“, meinte Juror Dr. Klaus Sundermann.

Jeder für sich wanderten er und die übrigen Jurymitglieder durch die Bildreihen, um sich ihre Favoriten herauszupicken. Nach einer Weile waren die Favoritenbilder der ersten von drei Schulgruppen ausgewählt und separat ausgelegt. Im Kreis um die Bildauswahl diskutierte die Jury nun gemeinsam, welches der Bilder welchen Preis verdient hat. Ein paar Minuten später stand dann schon das erste Siegerbild in der Gruppe „Realschulen plus“ fest – und viele weitere folgten. Weiter verraten werden soll an dieser Stelle aber nichts, alle Preisträger und auch die Siegerschulen bleiben vorerst noch geheim. Eine Preisvergabe am Sitz der Unfallkasse in Andernach wird es in diesem Jahr leider nicht geben können. Die Geld- und Buchpreise finden auf postalischem Weg in die jeweiligen Schulen.

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