3.362 Einfällen gegen Unfälle auf der Spur

Wo sonst Sport getrieben wird, liegen den Menschen heute kleine Kunstwerke zu Füßen: Bilder, wohin das Auge auch blickt. Die kreativen Arbeiten stammen allesamt von Sechstklässlern aus ganz Rheinland-Pfalz, die sich an der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs „Einfälle gegen Unfälle“ der Unfallkasse Rheinland-Pfalz beteiligt haben. Und in der Sporthalle der IGS Pellenz in Plaidt hatte sich nun die Jury eingefunden, um die versammelten Ergebnisse unter die Lupe zu nehmen.
Schon seit 1982 macht sich der Mal- und Zeichenwettbewerb „Einfälle gegen Unfälle“ für Sicherheit und Gesundheitsförderung stark. In dieser Zeit haben sich mehr als 103.000 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb beteiligt. In diesem Jahr waren es 3.662 Sechstklässler aus 119 rheinland-pfälzischen Schulen, die ihre Ideen kreativ zu Papier gebracht haben.

Gefährliche Alltagssituationen im Blick
Der Wettbewerb trägt das wichtige Thema Prävention und die Kampagne kommmitmensch in den Unterricht, mit dem Ziel, dass Sicherheit und Gesundheit als Werte fest im schulischen, privaten und auch im beruflichen Alltag verankert werden. So ist Einfallsreichtum gefragt, wenn sich die jungen Künstlerinnen und Künstler mit gefährlichen Alltagssituationen auseinandersetzen und auf originelle Weise Möglichkeiten für mehr Sicherheit und Gesundheit aufzeigen. Und auch diesmal zeigen die eingesendeten Bilder: Die Schülerinnen und Schüler sind sich der Risiken und Gefahren, denen sie täglich im Straßenverkehr, in der Schule, zu Hause oder beim Spielen ausgesetzt sind, sehr bewusst. Sie wissen, wie gefährlich das Handy oder Alkohol am Steuer sind oder welche Gefahren drohen, wenn sie bei roter Ampel über die Straße laufen. Viele der Bilder zeigen auch, wie man es besser machen sollte.

Kategorien in drei Schularten
Einen ganzen Vormittag brauchte Jördis Gluch von der Unfallkasse Rheinland-Pfalz mit Unterstützung einiger Siebtklässler der IGS Pellenz, um alle Kunstwerke in drei nach Schulart aufgeteilten Gruppen – Förderschulen, Realschulen plus sowie IGS und Gymnasien – auf dem Sporthallenboden auszulegen. Einen Vormittag später hat nun die Jury die Qual der Wahl: Ihr kommt die schwierige Aufgabe zu, aus den 3.662 Einsendungen die Bilder für die Buch- und Hauptpreise auszusuchen. Weitere Bilder werden zudem im Wandkalender 2019/2020 verewigt.

Neben sechs Lehrkräften verschiedener rheinland-pfälzischer Schulen und 13 Siebtklässlern der IGS Pellenz ist auch Dr. Klaus Sundermann vom rheinland-pfälzischen Bildungsministerium in der Jury vertreten. Als Teil der acht Kinder-Erwachsenen-Teams schreitet er geduldig die langen Bilderreihen ab, um sich aus den Malereien und Zeichnungen seine Favoriten herauszupicken.
Jurymitglied Lena Ley, Schülerin der IGS Pellenz, erklärt, worauf es ihr bei der Auswahl besonders ankommt: „Die Bilder müssen gut gezeichnet und die Schrift lesbar sein. Außerdem sollten die Bilder abwechslungsreich gestaltet sein.“ Der Inhalt spielt natürlich auch eine Rolle. „Die Botschaft muss rüberkommen“, ergänzt Lenas „Teamkollege“ Axel Eberhardt, seines Zeichens Lehrer des Max-von-Laue-Gymnasiums in Koblenz. Derweil fällt der Blick von Siebtklässler Philipp Hoffmann auf ein Bild, das einen Sportunfall beim Speerwurf darstellt. „Das Thema ist relativ selten“, findet er – schon deshalb nimmt er das Bild mit unter seine Favoriten. Seine Mitschülerin Luca Schultz hat sich unter anderem für eine Zeichnung entschieden, die ein Feuer auf dem Herd zeigt. „Das ist etwas, was sehr schnell im Alltag passieren kann“, sagt sie.

Vorerst Geheimsache
Nach einer Weile sind die Favoriten der ersten Gruppe ausgewählt und werden separat ausgelegt. „Die sind auf jeden Fall preisverdächtig“, befindet Jurymitglied Rosi Nichell, Lehrerin der Mainzer Windmühlenschule. Gemeinsam diskutiert die Jury nun, welches der Bilder welchen Preis verdient hat. Die Abstimmung für den ersten Preis fällt dabei relativ klar aus. Damit steht nach wenigen Minuten das erste Siegerbild fest – doch weiter verraten werden soll an dieser Stelle noch nichts. Schließlich müssen alle Preisträgerinnen und Preisträger und auch die Siegerschulen vorerst noch geheim bleiben. Verraten werden darf aber schon dies: Die diesjährige Preisverleihung des Wettbewerbs „Einfälle gegen Unfälle“ findet am Freitag, 20. Dezember, am Sitz der Unfallkasse in Andernach statt.

 

 

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