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Unfallkasse Rheinland-Pfalz | Kultur der Prävention - Sicherheit und Gesundheit

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Auf grünem Hintergrund steht: Sicherheit und Gesundheit

Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten stehen bei allen betrieblichen Entscheidungen an zentraler Stelle

Jedes Unternehmen hat seine eigene Kultur. Wo Sicherheit und Gesundheit als strategische Werte benannt sind, werden sie im täglichen Denken und Handeln immer selbstverständlicher. Die Kampagne zur Kultur der Prävention unterstützt diesen Prozess.

Vielfältige Vorteile

Engagement beim Thema Sicherheit und Gesundheit kann als Erfolgsfaktor sowohl nach innen als auch nach außen wirken. Unternehmen und Verwaltungen profitieren von einer sicheren und gesunden Kultur unter anderem durch geringere Ausfallzeiten und Unfallzahlen sowie den Zugewinn an Qualität und Produktivität.

Die Unternehmensleitung stellt für Sicherheit und Gesundheit Ressourcen zur Verfügung. Dabei liegt das Kosten-Nutzen-Verhältnis dieser Investitionen nach Forschungsergebnissen der Justus-Liebig-Universität Gießen bei 1,6. Das bedeutet: Für 100 Euro, die ein Unternehmen in Gesundheit und Sicherheit investiert, schlagen langfristig 160 Euro Ertrag zu Buche.

Sichere und gesunde Unternehmen sind zudem attraktiv für Kundinnen und Kunden sowie für Bewerberinnen und Bewerber.

Sicherheit und Gesundheit in Ihrem Unternehmen

  • Werden Sicherheit und Gesundheit bei wichtigen Entscheidungen (z.B. Einkauf, Umstrukturierung) und der Planung von Prozessen standardmäßig mitbedacht?
  • Haben Sicherheit und Gesundheit hohe Priorität?
  • Werden Risiken und Potentiale zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit kontinuierlich zusammengetragen und in Form einer Gefährdungsbeurteilung dokumentiert?
  • Achten alle Mitarbeiter auf ihr eigenes körperliches und geistiges Wohlbefinden?

Maßnahmen für mehr Sicherheit und Gesundheit

Sicherheit und Gesundheit als selbstverständlicher Aspekt
Bei betrieblichen Entscheidungen spielt Effizienz in der Regel die entscheidende Rolle. Ebenso selbstverständlich sollte es aber sein, dass bei Entscheidungen über den Kauf neuer Produkte, der Beauftragung von Dienstleistungen oder der Planung betrieblicher Abläufe geprüft wird, wie Sicherheit und Gesundheit dabei optimal berücksichtigt werden können. Eine intensive Beteiligung der Beschäftigten, die von diesen Entscheidungen betroffen sind, ist dafür sehr hilfreich.

Potentiale und Risiken kontinuierlich zusammentragen
Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen und Einrichtungen, eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen. Darin sollen Risiken und Potentiale für Sicherheit und Gesundheit dokumentiert und Maßnahmen eingeleitet werden. Erfolgt eine solche Sammlung kontinuierlich und werden die Beschäftigten beteiligt, sinkt der Aufwand und es wird gleichzeitig selbstverständlich, im Alltag auf Sicherheit und Gesundheit zu achten.

Sicherheits- und Gesundheitskompetenz fördern
Gerade vor dem Hintergrund der schnellen Veränderungen in der Arbeitswelt, ist es ein entscheidender Vorteil, wenn Beschäftigte Sicherheit und Gesundheit auch selbst im Blick haben. Dafür ist es auch wichtig, dass sie Risiken und Potentiale selbst erkennen können. Qualifizierung, Sensibilisierung und betriebliche Angebote wie Betriebssport sind daher ebenfalls wichtige Bausteine. Führungskräfte sollten gezielt darauf achten, dass Beschäftigte solche Kompetenzen erwerben.

Prozess etablieren
Eine gute Präventionskultur lässt sich in der Regel nur über einen längeren Zeitraum etablieren. Für einen solchen Veränderungsprozess ist es wichtig, ein klares Ziel zu formulieren und dieses mit der Belegschaft abzustimmen (z.B. „Jede oder jeder neue Beschäftigte soll bei uns schon in der ersten Woche merken, dass Sicherheit und Gesundheit bei uns einen hohen Stellenwert haben.“). Das erhöht den Willen, Veränderungen mitzutragen, erheblich. Darüber hinaus sollte klar festgelegt werden, wer den Veränderungsprozess vorantreibt und wie die einzelnen Schritte aussehen. Natürlich können im Prozess auch Schritte verändert werden. Auch hier ist eine enge Abstimmung mit den Beschäftigten förderlich. 

Ganzheitlich ansetzen
Die Kampagne zur Kultur der Prävention zielt darauf ab, dass Sicherheit und Gesundheit die Angelegenheit aller Führungskräfte und Beschäftigten ist. Managementsysteme, Führungsleitlinien, Betriebsvereinbarungen, Qualifizierung und der offene Austausch helfen, Sicherheit und Gesundheit in betrieblichen Strukturen und Arbeitsprozessen sowie in sozialen Beziehungen der Menschen zu verankern. So werden Sicherheit und Gesundheit zu gelebten Grundwerten, die bei allen Entscheidungen mitgedacht werden und fester Bestandteil des täglichen Handelns sind – ganz selbstverständlich.

Die Handlungsfelder nutzen
Alle Handlungsfelder, die im Rahmen der Kampagne angegangen werden können, bieten Ansatzpunkte für betriebliche Maßnahmen und Aktivitäten. Damit können die betrieblichen Akteurinnen und Akteure sowohl die Verhältnisse im eigenen Unternehmen gestalten als auch Verhaltensweisen der Belegschaften beeinflussen.

Handlungshilfen zu Sicherheit & Gesundheit

  • Handlungsfeld Sicherheit und Gesundheit – Sicher und gesund – bei allen AufgabenDateityp: PDF
    1 MB
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  • Praxishilfe Sicherheit und Gesundheit – Dreisatz für WarnsignaleDateityp: PDF
    623 KB
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  • Praxishilfe Sicherheit und Gesundheit – Einkauf von ProduktenDateityp: PDF
    498 KB
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  • Praxishilfe Sicherheit und Gesundheit – Checkliste Manipulation von Schutzeinrichtungen verhindernDateityp: PDF
    520 KB
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  • Praxishilfe Sicherheit und Gesundheit – Sicherheit und Gesundheit in VeränderungsprozessenDateityp: PDF
    441 KB
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  • Whitepaper „Denkanstöße und Hinweise: Psychische Stabilität und das Coronavirus“Dateityp: PDF
    155 KB
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