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Haupt und Nebengebäude der UK RLP, vorne die Anfahrt mit Kreisverkehr zum Wenden. Rechts der Haupteingang mit einem verglasten Vordach, darüber das Unfallkassen-Logo auf der Wand.

Sichere Lösch- und Rettungsarbeiten an Elektrofahrzeugen

Überarbeitete DGUV Information beschreibt, was beim Einsatz zu beachten ist

Die Anzahl von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr nimmt stetig zu. Laut Kraftfahrtbundesamt waren im Januar 2025 in Deutschland rund 2,5 Millionen Elektroautos und Hybridfahrzeuge zugelassen – das entspricht einer Steigerung von 17,2 Prozent bei Elektro- und 5 Prozent bei Hybridfahrzeugen innerhalb eines Jahres. Deshalb wird es immer wahrscheinlicher, dass solche Fahrzeuge auch an Unfällen beteiligt sind. Worauf Rettungskräfte bei Lösch- und Rettungsarbeiten achten müssen, fasst die DGUV Information 205-022 Sicherheit und Gesundheit bei Lösch- und Rettungsarbeiten an Kraftfahrzeugen mit Hochvoltspeicher zusammen, die jetzt überarbeitet wurde. Sie beschreibt Einsatzgrundsätze und Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheit im Umgang mit verunfallten oder brennenden Elektrofahrzeugen. 

Die gute Nachricht: Das Gefährdungspotenzial, das bei Unfällen und Bränden von Elektrofahrzeugen ausgeht, ist für Einsatzkräfte nicht größer bei konventionellen Fahrzeugen. Aber die Gefahren verändern sich: Während potenziell brandbeschleunigende Schmier- und Kraftstoffe wegfallen, müssen Rettungskräfte nun mit Hochvoltspeichern umgehen, die in der Regel aus Lithium-Ionen-Batterien bestehen. 

„Die Bekämpfung eines Hochvolt-Speicherbrands erfordert besondere Kenntnisse und unter Umständen auch eine angepasste Einsatztaktik“, sagt Tim Pelzl, Leiter des Fachbereichs Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz der DGUV. „So ist zum Beispiel ein Brand im Inneren eines Hochvoltspeichers meist schwer zu erreichen und es kann zur Freisetzung von Gefahrstoffen kommen, die unter anderem giftig und brennbar sind.“

Die DGUV Information beschreibt deshalb Schritt für Schritt, wie Elektrofahrzeuge identifiziert und die Gefahrensituation an der Unfallstelle eingeschätzt werden können. Erläutert wird auch, wie Rettungskräfte unter Beachtung der eigenen Sicherheit und Gesundheit Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Personenrettung durchführen können.

An der Überarbeitung der DGUV Information waren der Deutsche Feuerwehrverband, mehrere Feuerwehren und zahlreiche Feuerwehrschulen, Forschungsinstitute und weitere Einrichtungen beteiligt. Ziel war es, eine bundesweite Lehrunterlage zu diesem Thema für die Einsatzkräfte der deutschen Feuerwehren zu erstellen. 

 

Das Wichtigste auf einer Taschenkarte

Feuerwehrmänner löschen ein brennendes Fahrzeug.

Eine übersichtliche Zusammenfassung der empfohlenen Maßnahmen bei Lösch- und Rettungsarbeiten an Elektrofahrzeugen wird auch in Form einer kompakten Taschenkarte (DGUV Information 205-042 „Einsatzgrundsätze bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben“) angeboten, die ursprünglich vom Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Reinland-Pfalz und dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz erarbeitet wurde. 

Feuerwehrmänner löschen ein brennendes Fahrzeug.
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